Am 10.05.1922 trafen sich im Gasthaus Reis-Herber etwa 20 Rioler Männer und beschlossen, die bis dahin bestehende Pflichtfeuerwehr aufzulösen und eine freiwillige Wehr zu gründen.
Als erster Brandmeister leitete Josef Reis die Freiwillige Feuerwehr Riol, die laut Protokoll über die Gründungsversammlung, mit der Parole „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ ins Leben gerufen wurde.
Dem ersten „vorläufigen Vorstand“ gehörten weiterhin an:
Dany Mathias als Spritzenmeister
Schmitz Nikolaus als Zweiter Brandmeister
Reis Willy als Leitermeister
Reis Johann als Ordner
Sonntag Johann als Wasserabteilungführer
Als nach einem Jahr Josef Reis sein Amt abgab, wurde als neuer Wehrführer Nikolaus Schmitz gewählt, der dieses Ehrenamt bis 1935 betreute. Als Schriftführer ist Peter Frick, der von 1928 bis 1957 tätig war, nicht zu vergessen. Seine Treue und Liebe zur Wehr hat ihm ein bleibendes Denkmal geschaffen.
Nachfolger als Wehrführer von Nikolaus Schmitz waren von 1935 bis 1947 Franz Welter und von 1947 bis 1956 Johann Rosch.
Im Jahr 1957 bekam die Wehr ihre erste Motorspritze, eine TS-8, die heute noch als Ersatzspritze zur Verfügung steht.
Nach dem Tode von Johann Rosch übernahm Willi Scholer das Amt des Wehrführers, das er bis zum Jahre 1978, also 22 Jahre innehatte. Als Schriftführer und Kassierer fand er von 1957 bis 1964 in Peter Hammes einen unermüdlichen Helfer, der anschließend infolge Erreichung des Altersgrenze sein Amt abgab. Nach Peter Hammes übernahm Herbert Reis das Amt als Kassierer und als Schriftführer in Personalunion. Beide Funktionen übt er nunmehr bereits seit 44 Jahren gewissenhaft und stets zuverlässig aus.
Nachdem sich die Rioler Wehr bis zum Jahr 1977 stets mit recht bescheidenen Unterkünften für die Aufbewahrung der vorhandenen Geräte begnügen mußte, fühlten sich die Wehrkameraden mit dem Umzug in das neue Feuerwehrgerätehaus in der Martinstraße „wie im Himmel“. Das neue Zweckgebäude bot Platz für den damals vorhandenen Tragkraftspritzenanhänger sowie einen weiteren von den Feuerwehrmännern selbst gebauten Anhänger mit feuerwehrtechnischem Gerät. Die Einweihung des neuen Gerätehauses wurde mit dem 55-jährigen Bestehen der Wehr, verbunden mit den Verbandsfeuerwehrtagen vom 06. bis 08. August 1977 gefeiert.
Das erstes Spritzenhaus befand sich übrigens an der Ecke Bergstraße/Im Sauerborn. Dort wo heute das ehemalige Haus Mathes steht. Es folgten weitere beengte und provisorische „Spritzenhäuser“; zunächst in der „Alten Schule“, Pfarrer-Mergen-Straße und zuletzt, vor dem Umzug in das jetzige Domizil, die Garage neben dem ehemaligen Haus Cartus in der Martinstrasse.
1978 wurde Johannes Lex als Wehrführer ernannt, der dieses Amt bis 1999 ausübte und somit auf eine über 20-jährige Amtszeit zurückblicken kann.